Präsidentschaftswahl in Frankreich: Proeuropäischer Sieger

Zum Ergebnis der Präsidentschaftswahl in Frankreich sagt Herbert Reul (CDU), Vorsitzender der CDU/CSU-Gruppe im Europäischen Parlament:

Glück im Unglück – dieses Sprichwort beschreibt wohl am besten das gestrige Wahlergebnis. Neben der großen Erleichterung, dass es der Rechtspopulismus in Frankreich nicht an die Regierung geschafft hat, schwebt über Frankreich weiterhin eine dunkle Wolke. Zu verhindern, dass sich aus den dunklen Wolken ein Unwetter zusammenbraut, wird für Emmanuel Macron eine große Herausforderung sein. Frankreich ist und bleibt zurzeit gespalten. Schon die anstehenden französischen Parlamentswahlen laufen Gefahr, in einem Splitterparlament zu enden. Für Macron wird es dann unheimlich schwer werden, seine Wahlversprechen umzusetzen.
Zudem darf man bei der Freude über einen proeuropäischen Sieger nicht vergessen, welche Stimmzunahme Marine Le Pen bei dieser Wahl verzeichnen konnte. Sollte Macron nun an strittigen Punkten scheitern, wird dies im schlimmsten Fall zu einem zunehmenden Europafrust in Frankreich führen. Um dafür nicht die Rechnung bei den Europawahlen 2019 zu kassieren, müssen wir nun mit allen pro-europäischen Kräften vereinten daran arbeiten, dass sich die Situation in Frankreich wieder stabilisiert und somit auch die Stimmung gegenüber Europa.

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